Salon für Kunstbuch

Eine Installation für den öffentlichen Raum der Stadt Wien

 

         

 

SALON FÜR KUNSTBUCH is a space in Vienna dedicated to displaying the work of international practitioners active in the field of artist books, fanzines, magazines and critical readers. Opened in 2007 as a project by the Austrian artist Bernhard Cella gathering and making visible underdog and clandestine activity through ambitious projects that uses it as operational tools, the Salon attempts to exhibit, and exchange information about, innovative methods of self-published art production in printed format exclusively. Differently from thematic bookstores specialised in contemporary art, the Salon presents its carefully selected printed matter (also available for purchase) through a cumulative principle of rotating exhibitions, accompanied by debates, lectures and performances organised in collaboration with artists, editors, publishers, graphic designers and writers, that initiate the public differently to how to approach art publishing more conceptually. Through these unusual displays and public events, the Salon refuses traditional processes promoting contemporary art by way of exhibitions and mediation.

Kommunikationssystem, Skulptur, Performance, Video, 

Wien 2007-

 

"Salon für Kunstbuch" - Ein Kunstwerk so fleißig wie ein Unternehmen

 

Im Jahr 2007 rief der bildende Künstler Bernhard Cella den "Salon für Kunstbuch" ( www.salon-fuer-kunstbuch.at ) als einen Ausstellungs- und Präsentationsraum für Kunstbuchprojekte ins Leben.

 

Zitat: „Dieser Salon ist ein Kunstraum in der doppelten Bedeutung des Wortes, ein Kommunikationssystem und eine Dramaturgie, innerhalb derer es nicht nur um die Produktion und Distribution von Kunstwerken geht. Von Anfang an war dieser Ort als eine Art Modellraum im Maßstab 1:1 angelegt, in dem sich ein eigenes Beziehungsspiel zwischen Gegenständen, Personen und Kunstwerken entfalten kann, das so nur auf diesen 70m2 in der Wiener Mondscheingasse 11 stattfindet.

 

Im Verlauf der letzten beiden Jahre hat Cella ein Netzwerk mit internationalen Museen, Künstlern und Verlegern aufgebaut, Kooperationen abgeschlossen und neue innovative Publikationen zu  Ausstellungen zusammengestellt. Bücher aus London, der Schweiz und Holland, ganze Verlagsprogramme wie Revolver/ Frankfurt, Roma publications/Amsterdam oder Afterall/London waren zu sehen. 2009 werden Ausstellungen mit Publikationen aus der Sammlung collection-fmra und cneai Paris, einer Übersicht aller zu Franz West erschienenen Kataloge verbunden mit einem Ateliergespräch als Video und zuletzt einer Präsentation von 100 neuen Kunst-Publikationen aus Japan gezeigt.

 

departure unterstützt die Erweiterung dieses Prozesses und den Aufbau einer internationalen Plattform für Künstlerbücher. Dadurch soll eine Lücke im Kunstbetrieb sowie eine Marktnische am Buchmarkt abgedeckt und erfolgreich genützt werden. Viele von Künstlern produzierte Bücher verfügen weder über ISBN-Nummern noch über Vertriebsnetze, sind auch nicht im Buchhandel und im Versandhandel erhältlich. Sie verbleiben bis dato nach ihrer Erstpräsentation bzw. Ausstellung in den Lagern der Institute oder Ateliers der Künstler. Für Österreich werden so jährlich 500 Bücher publiziert. Diesen wertvollen Beiträgen ebnet der "Salon für Kunstbuch" den Weg in den Einzel- und Versandhandel. departure fördert die dafür nötige Entwicklung einer modernen E-Commerce-Plattform sowie den Aufbau von Lager- und Logistikstrukturen.

 

Dazu Bernhard Cella: "Das Medium Internet hat das Buch vom Zwang, Informationen zu transportieren befreit. Das eröffnet für das analoge Medium Buch neue Möglichkeiten, die sich in den experimentellen Ansätzen der aktuellen Kunstbuchproduktion in ganz Europa zeigen. Dazu kommt, daß die Produktionsmöglichkeiten durch digitale Druckverfahren erschwinglicher geworden sind. KünstlerInnen entdecken das Medium Kunstbuch neu."

 

 

Installationsansicht,  Januar 2007

 

 

Installationsansicht Detail,  Januar 2007